Von Landkarten und Bevölkerungsgrenzen. (Im Gespräch mit Carolin Schurr und Jimmy Schmid)
Shownotes
https://www.atlas-der-reproduktion.ch/ https://mlab.unibe.ch/ reproductivegeopolitics.ch
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00:00:00: Es gibt innerhalb der Geografie oder der Kartographie wirklich dieses Welt, der feministischen und auch kritischen Geografien.
00:00:07: Die eben einst die Normen und auch so die Machtgeladenheit von Karten und auch ganz koloniali-erben für den Karten hinterfrägt.
00:00:14: Und die mit neuen Formen von patiziativen Erstellungen von Kärten oder subversiven auch von Countermaps zum Countermapping arbeiten angelehnt.
00:00:25: daran haben wir sozusagen auch die Arbeiten für Ausstellung entworfen.
00:00:58: Und herzlich willkommen zu einer brandneuen Folge Design Macht Gesellschaft, dem Design Forschungspodcast des Institute of Design Research in Bern.
00:01:07: Mein Name ist Jules Zeintler und mit mir in der Aufnahme ist meine liebe Kollegin Eliane Gerber.
00:01:13: Hallo!
00:01:17: zwei Gäste mit dabei, heute mit denen wir über ein sehr interessantes und aktuelles Thema beziehungsweise ein sehr aktuelles Projekt sprechen dürfen.
00:01:25: Wir melden uns hiermit jetzt erstmal zurück aus einer langen und auch außerordentlich warmen Sommerpause und starten mit dieser Folge in unsere jetzt vierte Staffel.
00:01:35: Ihr erinnert euch an der letzten Staffel haben wir Design im Zusammenhang mit den menschlichen Sinn behandelt aber in der zweiten Hälfte der Staffel sind wir dann so ein bisschen davon abgedriftet einfach weil uns so viele andere spannende und wichtige Themen, Texte oder Menschen über den Weg gelaufen sind.
00:01:51: Ja also machen wir in dieser Staffel eigentlich genauso weiter dass wir uns einfach von den aktuellen Bewegungen in der Forschung leiten lassen.
00:01:58: Eliane womit beschäftigen Sie uns denn heute?
00:02:01: Hallo nochmal alle zusammen von mir und willkommen zur vierten Staffel!
00:02:06: Wir beschäftigen uns heute mit dem Thema Reproductive Geopolitics bzw.
00:02:11: mit einem gleichnamigen Forschungsprojekt des Geografischen Instituts der Universität Bern.
00:02:16: Zu dem Forschungs-Projekt startet am dritten September im Kornhausforum in Bern eine Ausstellung mit dem Titel Atlas der Reproduktion, bei der auch Forscher aus der HKB mitgewirkt haben.
00:02:28: Mit dabei ist heute Professor Dr.
00:02:30: Karolin Schur, die das Projekt zusammen mit Laura Perler und Mirko Winkler leitet.
00:02:36: In erster Linie aber ist Caroline Professorin für Sozial- und Kulturgeografie an der Universität Bern.
00:02:42: Sie hat Geographie, Soziologie & Lateinamerikanistik unter Universität Eichstedt Ingolstadt und in KITO studiert.
00:02:50: In ihrer Forschung beschäftigt sie sich mit unterschiedlichen Themen an der Schnittstelle von Intimität und Globalität mitunter aus einem feministischen und postkolonialen Blickwinkel.
00:03:01: Caroline herzlich willkommen bei unserem Podcast!
00:03:03: Und schön dass du da bist.
00:03:06: Ich freue mich, dass ich hier sein kann.
00:03:07: Danke für die Einladung.
00:03:09: Sehr gerne!
00:03:10: Der zweite Gast ist uns bereits wohl bekannt, denn er ist nicht zum ersten Mal Burns mit dabei.
00:03:15: Professor Jimmy Schmid vom Institute of Design Research an der HKB leitet das Forschungsfeld Knowledge Visualization.
00:03:24: Diejenigen höheren, die schon etwas länger mit dabei sind, erinnern sich vielleicht an Jimmy aus der Folge von Wegweisen und Lehrern in der ersten Staffel zum Thema Signaletik und Environmental Design.
00:03:36: Herzlich willkommen auch du, Jimmy!
00:03:37: Schön dass Du wieder mit dabei bist.
00:03:40: Ja ich bin auch wieder gerne dabei und vielen Dank für die Einwarte.
00:03:44: Sehr sehr gerne.
00:03:45: Bevor wir jetzt anfangen euch mit unseren Fragen zu löchern möchten wir euch beide erstmal ein bisschen Platz lassen dieses Projekt vorzustellen um uns in dieses Thema einzuführen.
00:03:56: Caroline und Jimmy das Wort ist bei euch.
00:03:58: worum geht es?
00:03:59: Bei dieser Ausstellung?
00:04:02: In der Ausstellung geht es um Fragen von, was wir reproduktive Gerechtigkeiten nennen.
00:04:05: Ich denke, wir konnten in den letzten Jahren sehen wie Debatten um Abtreibung, um reproduktive Selbstbestimmungen, um ehe für alle sehr stark in den Medien und auch in gesellschaftspolitischen Debatten diskutiert wurden.
00:04:18: Und sehr oft wurden diese Debatten sehr polarisiert geführt, also auf einem Sinne des globalen Rechtfrug gab es eigentlich eine Polarisierung zwischen denen die sagen ja man muss wieder zurück sein eher traditionell durch schlechte Ordnungen Und eigentlich auch einen Angriff auf die reproduktiven Rechten von Frauen und Minderheiten.
00:04:36: Und auf der anderen Seite progressive Kräfte, die über die letzten Jahrzehnte versucht haben mit bekämpfenden sozialer Bewegungen, die Reichweite dieser Rechte auszubauen und in verschiedenen Ländern immer mehr Rechte durchzusetzen für verschiedene Repierungen eines Frauen aber auch andere Minderheitengruppierungen.
00:04:56: Und dieses Thema das eben in den Medien oft polarisiert und auch oft fair vereinfacht dargestellt wird über die letzten Jahrzehnte verschiedene Forschungsprojekte durchgeführt, nicht nur das SNF-Projekt Repetitive Geopolitics und auch andere noch Dissertationsprojekten und andere Forschungs Projekte.
00:05:13: Die wir eigentlich alle in dieser Ausstellung im Buch Projekt unter diesem großen Titel Atlas der Produktion zusammenbringen.
00:05:21: Wir möchten eben aufzeigen eine geografische Perspektive, die sich explizit mit von Transnationalität, von räumlichen Verbindungen beschäftigt.
00:05:31: Auch einen neuen Blick auf diese Themen um reproduktive Rechte und reprodukte Gerechtigkeit auch möglichen kann.
00:05:37: Wenn ich jetzt am dritten September in die Ausstellung eintrete was sehe ich oder was erlebe ich?
00:05:44: zur Ausstellung selbst?
00:05:45: Also die Besuchenden bekommen im Eingang einen sogenannten kleinen Kompass.
00:05:49: das ist ein kleines Büchlein der sozusagen wie so als Geit eben als Kompass durch die Ausschulung auch dient, den die Kulturvermittlerin Manuela Lutter-Bacher vor entwickelt hat.
00:06:01: Auch speziell für das Schulprogramm.
00:06:03: Es gibt ein spezielles Programm für Schulklassen sind mehrere Schulklassen die Ausstattung besuchen im Rahmen ihres Unterrichts und diese Kompasse ist da quasi auch für alle Besuchenden zugänglich wurde dann eigentlich mal jede einzelne Institution kurz eingeführt wird und auch auf eine spielerische Art und Weise eine Auseinandersetzung geben kann.
00:06:20: Der Raum ist natürlich vorgegeben, Kornausform ein sehr schöner Raum aber natürlich mit Holz und es hat eine eigene Stimmung, eine eigene Atmosphäre auf die es zu reagieren dient.
00:06:36: Und das trägt den Material dann jetzt in der Ausstellung sind auch Schalltafeln, die gelben Schalltafen, die direkt betrugt wird damit man sie nachher auch wieder verwenden kann.
00:06:48: also als Dann nicht mehr ein roter Faden, sondern wie ein gelber Faden geht das drauf und hat dann die Level dass dieses Material dann so die Basis als Informationsträger ist.
00:07:04: Begrüßt werden die Besucherinnen mit einem Fragenwald also wir haben da am Eingang aus Stellung viele Benner aufgeht aufgehängt zu einer richtigen Frage, Wald wo verschiedene Fragen Deutsch und Englisch das vielleicht noch als Rampenmerkung.
00:07:24: Also wie eine Einstimmung der Einführung des Themeisten.
00:07:29: dann sind diese sieben Inseln und alle Insel haben dann eine Metgarstellung also eine kartografische Verordnung und ein Projekt beschrieb dazu was es geht und dann entsprechende Informationen, Infografiken, Statistiken zu diesem Thema die aber dann entsprechend auch kommentiert werden.
00:07:56: Also nicht einfach in Graf abgebildet sondern eigentlich wie die Autorinnen entsprechend auch das Kontextualisierte.
00:08:05: Die Grundannahme war zu sagen, früher gab es explikte Bevölkerungspolitik.
00:08:09: Es gab die großen Programme für Bevölkerungskontrolle und die ein Kindpolitik in China zum Beispiel denkt oder sterilisierungsprogramm in Indien.
00:08:16: Ich glaube, das ist eine staatlich gefördete Bevölkerungpolitik Und heute gibt es in dieser Art und Weise diese Art von Bevölkerungpolizistiken in den meisten Ländern nicht mehr so explizit.
00:08:26: Aber es gibt einerseits noch einen Nachleben dieser Bevölkerung Politik Und andererseits gibt es wie so eine versteckte oder mehr implizite Form von Bevölkerungspolitik, die über andere Politikfelder wie Migrationspolitik oder Gesundheitspolitik läuft.
00:08:42: Wo quasi bestimmte Bevölkerungsgruppen dazu ermutigt werden Kinder zu bekommen und andere nicht.
00:08:47: Soll man auch die Kindergelddebatte decken zum Beispiel?
00:08:50: Oder auch wer Zugang hat zu IVF- und Eizellenspende und Schwerminspenden, wer sich das leisten kann?
00:08:56: Gibt es hier eigentlich so eine implizit Form der Bevölkerungspolitik die wir in unserem Alltag sehen können.
00:09:02: Das war quasi diese größere konzeptionelle Annahme des Projekts und wir haben es dann konkret an verschiedenen Fallstudien uns angeschaut, das erste Projekt da geht um Schwangerschaft im kollektiven Asylzentren in der Schweiz.
00:09:15: also wir sehen in der schweiz dass die Mütter und auch Kinder sterb oder Säuglingssterblichkeit von Asylsuchenden deutlich höher ist, signifikant höher als mit Schweizerinnen.
00:09:27: Man sieht hier, obwohl eigentlich die Frauen formal gesehen Zugang zum öffentlichen Gesundheitssystem in der Schweiz haben.
00:09:33: Dass es einfach sehr viele strukturelle Hürden, infrastrukturellen Hürde gibt das auch wirklich einzulösen.
00:09:39: einerseits natürlich die Sprache und überhaupt Informationen und das Wissen wo sie hingehen müssen aber andererseits natürlich auch wirklich das Asylsystem als ein System dass auf ständige Verlegungen von einem Ort zum anderen Gestaltung des Alltags ausgerichtet ist, wo das dann quasi ganz schwer jetzt zum Beispiel auch verhebem dieses oft ehrenamtliche Frauenbegleiten in überhaupt über die neuen Monate Schwangerschaft zu folgen und dann ja auch im Wochenbett.
00:10:08: Also wir sehen hier ganz viele strukturelle Hürden, die dazu führen dass es hier zu Problemen während Schwangershaftgebot danach kommt und natürlich auch allein die Zustände der Räumlichen Zustände in den Kollektivunterkünften, in den Asylzentren selbst, wo natürlich die Leute ja wenig Privatsphäre kaum Intimität haben.
00:10:26: Keine eigenen Toiletten können einen Beder haben auch die anderen Kinder oft sehr schlecht versorgt sind und natürlich auch psychisch belastet sind.
00:10:35: Und hier hat eben Laura Perler dieses Projekt empirisch durchgeführt hat eng mit Kollektiven von Hebammen zusammengearbeitet aber auch anderen Personen wie zum Beispiel Pflegefachpersonen, die in den Asylzentren arbeiten.
00:10:50: Weil wir damals keinen Zugang vom Bundesamt für Migration bekommen um in den Bundesasylzentrum Z zu forschen.
00:10:59: Es sieht schon wie stark überwacht und restriktiv diese Räume auch tatsächlich sind.
00:11:04: Deswegen muss mir so ein Weg außen rumgehen.
00:11:08: Dann gab es ein zweites Projekt, das eigentlich anknüpft in frühere Arbeiten für unsere Forschungskruppe.
00:11:13: Wo wir uns mit Laimutterschaft in Mexiko beschäftigt haben und wo im Rahmen dieser früheren Forschungsarbeiten sichtbar wurde dass bis heute noch Sterilisationskampagnen vor allem im ländlichen Raum weil Indigenen Gemeinschaften durchgeführt werden die natürlich noch zurückgehen auf diese offiziellen alten nationalen Bevölkerungsprogramme und haben hier mit mystischen und indigenen Frauen in Mexiko in zwei verschiedenen Bundesstaaten, Morales und Chiapas Gespräche geführt zu ihren eigenen Sterilisationserfahrungen.
00:11:47: Und das dritte Projekt ging es um marokkanische Erdbeerante-Helferinnen in Ubalba, Spanien die quasi von Marocco nach Spanier kommen für die Erdbässe so, um dort die Erdem zu ernten, die wir dann später in der Schweiz essen.
00:12:03: Und was hier vielleicht den Link zu diesen Repetitive-Gipolitik ist, dass diese Frauen bevorzugt in dieses binationale Arbeitsmigrationsprogramm zugelassen werden.
00:12:15: Wenn sie Kinder haben im Alter von quasi Säuglingen bis zu zehn Jahre glaube ich nicht ganz mal ganz sicher!
00:12:23: Mit der Idee, dass einerseits diese Frauen mehr angewiesen sind zusätzliches Einkommen zu generieren um ihre eigene Familie in Marokko zu ernähren können und andererseits aber natürlich auch so als Hidden Agenda das man sicher ist, dass die Frauen wieder zurückgehen weil sie ihre Kinder in Maroko zurücklassen.
00:12:39: Und wenn damit quasi nicht riskiert, dass sich Frauen dann ohne Papiere nach Ablauf dieses temporären Migrationsarbeitsabkommen in Spanien bleiben.
00:12:50: Also eine ganz paradoxe Situation, dass Personen die eigentlich Kerarbeitsfürsorgearbeit leisten müssten aus diesen Kerbeziehungen rausgerissen werden um Produktionsarbeit zu leisten und reproduktiv für Pflichtung dazu führen.
00:13:09: Um quasi eine Migrationspolitik durchsetzen zu können, dies sehr restriktiver.
00:13:15: Das waren diese drei Forschungsprojekte im Kern des Repetitive Geopolitics angesiedelt Und in der Ausstellung werden die dann noch weitere Forschungsprojekte noch ergänzt.
00:13:24: Es gibt noch eine Arbeit zu transnationalen Adoptionen von Zorangika Jaryatne, die sich mit dem Adoption von Kindern ausgelankert in die Schweiz beschäftigt hat und einerseits Kinder, die in den Achtziger und Neunziger Jahren in die schweizadaptiert wurden gesprochen hat und mit denen Gespräche auch intensiver und wirklich über längere Zeit Gespräche geführt hat wie dieser Moment oder dieses Erlebnis der Adoptions auch bis heute ihre Biografien trägt.
00:13:51: Und andererseits war sie eben auch in Sri Lanka und hat da wirklich mit Geburtsmüttern jetzt nicht zwingend die Geburtsmutte von den Kindern, wie jetzt in der Schweiz leben.
00:13:59: Sondern überhaupt mit Geburtsmütteln gesprochen hat, die teilweise bis heute auch ihre Kinder suchen, die natürlich einen ganz anderen ökonomischen Kontexten leben als es die Kinder in der Schweiz und hinterfragt eben sozusagen diese transnationalen Adoptionspolitik und auch diese Idee dass man die Kinder dort gerettet hat und was das mit deren Leben macht.
00:14:18: Das ist ein Projekt.
00:14:19: und dann gibt es noch ein anderes Projekt zur Leihmutterschaft in Russland, Ukraine von Varonika Siedl.
00:14:25: Das war ein Subprojekt von einem anderen SNF-Projekt aus dem Institut für Sozialanthropologie der Uni Bern durchgeführt wurde die auch eine Zeit bei uns als Postdoc in der Gruppe gearbeitet hat aber eben auch mit der Fotografin hier zusammengearbeitet hatte dass wir auch zeigen Und dann gibt das noch ein letztes Projekt das so echt noch ein exploratives Forschungsprojekt ist was erst so angelaufen ist Wo wir in der Grenze zwischen Deutschland und Polen uns mit der Frage beschäftigen, wie die ständige Grenzöffnungen und Fliesen an dieser Schenkengrenze den Alltag für Menschen beeinflussen.
00:14:59: Und wo wir es spezifisch angeschaut haben was das bedeutet von Menschen aus Polen bekommen um in Deutschland ein Schwangerschaftsabbruch vorzunehmen weil in Deutschland eben Polen die Gesetze für Schwangershaft abbruchs sehr restriktiv sind.
00:15:13: Das Letzte ist noch eine Arbeit Auf unseren Forschungsarbeiten der letzten Jahrzehnte basiert, wo wir uns mit der globalen Fruchtbarkeitsindustrie, also Allzellen-Spende in Littropolisation und Gleimundschaft beschäftigt haben.
00:15:28: Die zeigt wie dieser globale Markt funktioniert.
00:15:31: Und dann, ich habe noch eins vergessen, gibt es noch das Doktoratsprojekt.
00:15:34: Das war auch im SMF gefordertes DockCH Projekt.
00:15:36: Es sind so spezielle Forderungen für Doktorate in den Sozialwissenschaften, wo Laura Perler eben Transnanz-Solle Einzellenspende zwischen der Schweiz Genau.
00:15:48: Und zu jedem dieser Forschungsprojekte gibt es quasi verschiedene Arten der Zusammenarbeit mit Kunst- und Medienschaffenden, die dann so diesen Ergebnissen geführt haben, die wir in der Ausstellung zeigen.
00:15:59: Also das ist ein Agora-Projekt vom SCNF, also dem Schweizerischen Nationalbau, und das ist eine expliziten Format zur Vermittlung von Forschungsprogrammen.
00:16:09: Wie jetzt Caroline gesagt hat werden da sieben verschiedene Forschungs Projekte thematisiert in der Ausstellung.
00:16:20: Sieben unterschiedliche Perspektiven, Fragestellungen, sieben unterschiedlichen Länder und Kontinente.
00:16:28: Und das war schon sehr interessant.
00:16:29: dann einzutauchen in diese Themen und wir haben auch bewusstiert sind die Zusammenarbeit Methode des Co-Designs gestartet, um auch gemeinsam eine Sprache zu entwickeln.
00:16:48: Darf ich dich kurz noch unterbrechen?
00:16:49: Du hast gerade das Thema Co-design erwähnt.
00:16:52: Magst du kurz ein bisschen sagen was das ist und auch wann und wie ihr ins Projekt gekommen seid?
00:16:58: Gut eben!
00:16:59: Das ist ein Agora-Projekt angelegt auf eineinhalb Jahre also in einer kurzen Zeit dauer.
00:17:07: und dann kam So das Thema der Vergückbartheit, also der Örtlichkeit dazu und das Kornhausforum als idealer Ort von der Größe, von der Zentralität her war eben nur jetzt, wie du es schon genannt hast, Elian ab dem dritten September offen.
00:17:28: Das heißt schlussendlich blieb uns neun Monate Zeit das Ganze aufzugleisten und zu entwickeln.
00:17:37: Also neue Monate passt gerade zum Thema, diese Zeitschwanne.
00:17:42: aber es war schon sehr sportlich und wir sind noch voll mittendrin auf der Zielgerade.
00:17:49: nächste Woche ist Aufbau aber kommt alles gut.
00:17:54: also die Methode des Code Design basiert eigentlich auch auf einer Zusammenarbeit also sehr iterativ für Entwicklungsprozesse.
00:18:04: nicht dass wir oder die Gestalterinnen gebrieft werden, dann in den stillen chemischen Gehend Entwürfe machen.
00:18:13: Die besprochen werden, Entwurfe über Arbeiten und wir entwickeln miteinander eine gemeinsame Idee, eine gemeinsamen Vision und auch einer gemeinsamen Sprache.
00:18:26: Wir sind zwei komplett unterschiedliche Disziplinen und müssen uns auch mal in der Sprache verstehen Und zuerst vor allem auch in das Thema.
00:18:36: Wir wurden also sehr subtil und tief in die sieben Forschungsprojekte eingeführt, und wir haben dann in der ersten Phase in der Diskussion so die Kernbotschaften herausklisztalisiert – was wollen wir über die einzelnen Projekte tatsächlich vermitteln?
00:18:59: Also den Publikum nachher kommunizieren!
00:19:03: Und aufgrund dieser Kernbordschaften sind wir dann ins Machen gegangen.
00:19:08: Wir haben verschiedenste Materialien bereitgestellt und haben zusammen immerhin gemischt in der disziplinären Gruppe mit Skollaschen, mit Kitzeln, mit Entwürfen gearbeitet die bei uns an der HKW aufgeengt miteinander diskutiert nächste Basi mit einander so die Spurgesucht der visuellen Sprache.
00:19:39: Und entstanden sind dann nachher, weil sie ist ein geografisches Institut, sie geht auch mit Kartografie, indem die Projekte rund um die Welt sind, dass man versucht hat, eine Kartographie mal etwas anders darzustellen und sehr explorativ Kartendarstellen gewählt, die dann auch auf der Kiwischuhe an Bichlamp und Embryo erinnert.
00:20:08: Aber doch mit den verschiedenen Längern, die in diesen Projekten repräsentiert werden.
00:20:16: Das
00:20:17: kann ich noch erkennen, es fehlt eigentlich ein wichtiger Keyplayer.
00:20:20: Wir sind wie eine Dreie Konstellation.
00:20:21: Es gibt einerseits die Forschungsgruppe von... Im Geografischen Institut gibt die Gruppe von der HKD und es gibt eben das M-Lab, das auch bei uns im Geografische Institut ist.
00:20:31: Das ist ein Thema und ich, dass wir neu angefangen haben in Bern aufgebaut haben und das von Mirko Winkel, Künstler und Kurato geleitet wird Und es eben explizit eigentlich versuchen möchte durch künstlerische Methoden und durch das Zusammenbringen von Kunst, digitalen Medien und Forschung neue Formen nicht nur der Wissensvermittlung sondern auch der Wissen Generation zu ermöglichen.
00:20:56: Die Stelle, oder Teil des SNF-Projekts der Productivity Politics war eben auch eine Anstellung von Moko Winkel und er hat uns eigentlich das ganze Forschungsprojekt schon begleitet.
00:21:05: Und wir haben manchmal das Ganze die ganzen vier Jahre der Laufzeit des Forschungsprechts bereit mit verschiedenen künstlerischen Künstlerinnen und Medienschaffenden zusammengearbeitet und haben dann in den verschiedenen Subprojekten also in verschiedenen thematischen Projekten verschiedene Formen der Zusammenarbeit eigentlich mit Künstlern gefunden.
00:21:23: Und daraus sind eigentlich die Arbeiten entstanden, Ausstellungen gezeigt werden.
00:21:27: Das ist vielleicht noch eine wichtige, gewalttere Akteur und vielleicht auch nochmal wichtig, ihr habt auch davon gesprochen von eurer letzten Podcastreihe wo es um die menschlichen Sinne geht.
00:21:39: Wir beschäftigen uns ja in unserer Forschungskuppe von sehr lange mit so Fragen um Intimität Und für uns ist eben auch eigentlich wie ein methodologisches Anliegen zu überlegen Wie können wir eigentlich Intimitet, Emotionalität, Körperlichkeit wissenschaftlich erheben, jenseits zu der klassischen Methoden der Sozialforschung wie das Interviews oder Beobachtungen.
00:22:00: Und wir können hier künstlerische Arbeiten eigentlich auch helfen nochmal so diese imprimen für körperten Aspekte ja wirklich wissenschaftlichen zu vermitteln und ich denke kommt sozusagen die Kunst und die Wissenschaft und die Forschung noch mal auf neue Art und Weise zusammen.
00:22:18: Dann vielleicht noch kurz ein Ansatz zur Kartografie, die Timmy gerade schon angesprochen hat.
00:22:24: Es gibt eben innerhalb der Geographie oder der Kartografi wirklich dieses Feld der feministischen und auch kritischen Geographien, die eben eigentlich so die Normen- und auch so die Machtgeladenheit von Karten und auch ganz koloniale Erben für den Karten hinterfrägt und die mit neuen Formen von patiziativen Erstellungen von Kärten oder eben auch von subversiven Bericht auch von Countermaps und Countermapping Angelehnt.
00:22:49: daran haben wir sozusagen auch die Arbeiten von der Ausschulung entworfen.
00:22:53: Das war wirklich eine super Erfahrung und ein inspirierender Prozess, dass man da so von der klassischen Kartografie in Anführungszeit mal ausbrechen konnte und da wirklich abgebördet wurde, sehr explorativ umzugehen.
00:23:11: Und vielleicht noch zur Intimität, das war dann aber für uns schon die große Die große Challenge, also die Intimität.
00:23:19: Und es geht ja um Menschen und Ficksale.
00:23:23: Wie ist dann die Präsenz von Menschen oder Menschen in Abbildungen
00:23:28: usw.?
00:23:29: Also wie stark soll das da sein?
00:23:31: Wie ist das Verhältnis vom Menschen zur kategorischen Verordnung dieser Projekte?
00:23:39: Das war schon nach einer Rechte... Herausforderungen.
00:23:44: Und ich denke, wir haben da wirklich gute, stringente Lösungen gefunden.
00:23:51: Die Diversität
00:23:52: der Perspektiven als der Forschenden und Künstlerinnen ist tatsächlich sehr gemischt was Nationalität, Rassifizierung und Sprache.
00:24:03: Wir haben eine sehr diverse Team mit einer Doktorin aus Sri Lanka, jemand aus Mexiko heterosexuell lebende Person mit Kindern, homosexuellebende Personen mit Hund.
00:24:14: Also es gibt hier so eine ganze Brandbreite eigentlich in der Gruppe von sowohl der Forschenden als auch der Künstlerin.
00:24:19: Es gibt sicher auch einfach wegen dem Thema das natürlich immer noch sehr stark weiblich kommuniziert ist mehr Frauen als Männer im gesamten Team und es gibt auch mehrere Männern im Team Und genau die Forschungsprojekte beschäftigt sich eben mit Lebensrealitäten an unterschiedlichen Orten der Welt sozialen Gruppen.
00:24:40: Und für uns ist eben dieses Konzept das Global Intimate, dass die Beschränkungen wie globale Prozesse sich auf Intimleben auswirken oder auch quasi Intim-Leben wiederum auswirkt und auf globale prozesse hat.
00:24:50: eigentlich so vielleicht das Kernkonzept unserer Arbeiten.
00:24:53: und es spiegelt sich jetzt eben auch im Aufbau der Ausstellung wieder, wo wir eineseits wirklich diese Intimen Perspektiven der Bevorsten oder der Personen selbst zeigen in den künstlerischen Arbeiten als in Form von Stimmen, nachgesprochenen Stimmen aus Interviews, Porträtfotos, Instellationen, Rauminstellations-, Videomitschnitte usw.
00:25:16: Und andererseits eben stärker diese globale Perspektive oder quasi auch so eine quantitiv statistische Perspektiven und die auch dann mal die Geschichte zeigt durch die Karten und auch noch einmal durch eine Timeline zum Zeitstrahl wo verschiedene Events im Feld der Bevölkerungspolitik der Reproduktion und Reproduktionstechnologie noch mal aufgezeigt werden, also eine nationale globale Metaebene.
00:25:41: So dass quasi auch im Ausstellungsdesign eigentlich dieses Konzept wie so sichtbar wird und diese Aneinandergreifung der Einzelschicksale und dieser größeren politischen Bewegungen.
00:25:50: Hallo die Nation angesprochen, diese Timeline wollen ich von mehr als hundert Jahren Highlights gezeigt werden mit Faxivile und entsprechend den Kontextualisieren und das fand sehr interessant, wo man sich wirklich sehr lange intensiv auseinandersetzen kann und dass so die verschiedenen Trends dann so ablesen kann in dieser Tablet.
00:26:20: Wir haben eine Lösung gefunden, wo es so unterschiedliche Informationsebenen gibt auch von der Besuchstaure.
00:26:27: also es kann eine Möglichkeit sein das man in die Ausstellung oder Die Person in die Ausstellung geht ein, zwei dieser künstlerischen Installationen anschauen und dann das eine oder andere mitnehmen.
00:26:48: Es kann sein dass man sich dann vertieft in gewissen Projekten oder ganz vertiefte uns einen Tag lang oder einen Nachmittag lang da sich mit dem Thema vertiebt als Abschluss das Buch käuflicher wirbt und dann nochmals diese Essays mit reichen Bebilderungen anschaut.
00:27:12: Und dann sehen wir natürlich auch nicht nur die Karten, sondern wirklich die künstlerischen Arbeiten.
00:27:16: also im Eingang von Beispiel dieser Arbeit zu Stellationen in Mexiko wo es gehegelte Taschen gibte, die Frauen in den partitiven Workshops gemeinsam gemacht haben während sie ihre Geschichte erzählt haben dass wir reproduktive Biografien nennen, wo jede Masche eigentlich auch wie so eine Entscheidung in ihren Prozessen spricht und hören dann in diesen Taschen zum Beispiel die Stimmen der Frauen, wo sie über diese Erfahrung sprechen oder sehen im Boden zur gleichen Installation noch ne Collage, wo die Frauen mit verschiedenen Slaupens dieser mexikanischen Bevölkerungspolitik gearbeitet haben und sich damit auseinandergesetzt haben.
00:27:53: Und auch die Porträts der Frauen.
00:27:55: Oder wir sehen zum Beispiel eine andere Arbeit, wo Künstlerin Eva Einhorn mit der Thematik des Abtreibungs, der polnischen Frauen die nach Deutschland kommen um eine Abtreimmung vorzunehmen beschäftigt und wo sie zeigt welche Entscheidungsschritte ihr Organisationen, die diese Frauen unterstützen gehen müssen.
00:28:14: Und wie dieser Weg aussieht diese Entscheidungen zu treffen um sozusagen diese Reise und diesen Abbruch auch vorzuleben.
00:28:20: Vielleicht nur so als zwei kleine Teaser in die Ausstellung?
00:28:24: Und genau was Timmy sagte, die Timeline nochmal ist eine Möglichkeit wirklich einzutauchen in die globale Geschichte, aber auch vor allem mit der Schweizer Geschichte.
00:28:31: Wir haben ja Archivmaterial aus dem Frauenarchiv zum Gosteli-Archiv, das uns zur Verfügung gestellt wurde, wo wir sehen
00:28:39: z.B.,
00:28:40: dass Debatten um die zehn Millionen Schweiz, über die wir erst in der Schweiz gerade abgestimmt haben schon in den Achtzigerjahren heiß geführt wurden und viele Themen, z. B. auch Leihmutterschafts, was als diesen Sommer wieder sehr stark in den Medien waren mit Jens Spahn eben auch von Feministinnen in der schon in den Siebziger-Achtigerjahren thematisiert wurde und viele der Probleme damals auch, die wir heute haben oder sehen, ja wirklich diskutiert wurden und vorhergesagt worden.
00:29:04: Das ist ein sehr spannender Blick eigentlich.
00:29:07: Von dem was du erzählt hast krieg ich den Eindruck dass das Leute, die auf Grafgefischen Institut in Bern arbeiten?
00:29:17: und forschen, dass die eigentlich eine recht hohe Sensibilität für das Thema oder den Umgang mit visuellen Materialien bekommen.
00:29:26: Und ich meine Geografie selbst, was ich im Kopf hab sind Karten, was ein ganz klar visuell grafisch Umsetzung ist.
00:29:36: Und da war es eine Frage, die mir gekommen ist während dem Gespräch so wie... Ist das wie als Thema, also der ich weiß nicht Kompetenz im Umgang mit visuellen Materialien oder überhaupt mit Gestaltung?
00:29:50: auch dass ihr das M-Leib habt?
00:29:52: Es hat ja nicht jedes Institut an der Universität Ben so was.
00:29:59: Wie kommt das?
00:30:00: Oder ist das wie Teil der Ausbildung und auch der Disziplin?
00:30:05: Das ist eine gute Frage!
00:30:08: Die hast du vorhin noch gar nichts von nachgedacht.
00:30:10: Es
00:30:13: gibt nicht so viele verschiedene Antwortblöcklichkeit.
00:30:14: Erstmal ist die Geografie natürlich eine sehr visuelle Disziplin, Katographie und räumliche Darstellungen, die auch in verschiedenen Arten weiß immer eine große Rolle gespielt haben und auch irgendwie GISS und quasi auch wirklich die methodische Ausstellung wird bei uns im Institut gemacht Luftbilder als gibt es eine ganze visuelle Methodenausbildung eigentlich.
00:30:33: Und dann gibt's aber das Spezielle der Sozialwissenschaftlingeografie auch dieses Feld der visuellen Geografien mit verschiedenen Visualitäten auseinandersetzen.
00:30:42: Und das MLAP, denke ich ist schon so ein wichtiger Ort und auch wirklich ein innovativer Ort der eben versucht, Visualität nochmal in dieser Schnittfälle von Forschung Kunst- und Geografie zusammenzudenken, eben Kategorie anders zu denken aber überhaupt auch Aufbereitung und Vermittlung von Wissen.
00:31:00: Es gibt eben ja auch das Global Science Film Festival, dass das MLAPP auch mitorganisiert, wo es ja auch darum geht quasi über im Fall Filme wissenschaftliche Themen zu plazieren und zu diskutieren.
00:31:11: Wir haben viel mit Fotografie gearbeitet, aber auch nicht nur wir arbeiten auch mit Audio, wirklich Installationen mit Ton.
00:31:17: also das ist erst mal echt nicht nur auf das Visuelle beschränkt.
00:31:21: Aber die Geographie hat natürlich so eine visuelle Geschichte tatsächlich auch Und ich denke, das letzte ist natürlich schon diese gesellschaftliche Entwicklung.
00:31:30: Dass es visueller ja gesellschaftlich gewesen als Form der Wissenvermittlung immer wichtiger geworden ist mit den Medien und mit dem Internet und Social Media vor allem.
00:31:40: Das noch mal so eine wichtige Kompetenz hinzukommt.
00:31:43: Ich denke, dass wir uns sicher auch begleiten in nächsten Jahren die ganze Frage von KI und Visualität und Bildern Und für uns als vielleicht auch spannend zu eurem Podcast, da geht es ja auch über euch.
00:31:54: Geht so auch Design-Macht-Gesellschafts?
00:31:58: Das ist eben dieses Thema von Macht und wie den visuellen immer auch Machtprozesse eingespiegelt also sich widerspiegeln ist für uns sehr zentral und eben das heißt jetzt egal ob es um eine Karte geht oder um eine bestimmte Darstellung von wissenschaftlichen Ergebnissen, immer die Frage wer spricht denn hier was wird er dargestellt aus welcher Perspektive, dass vorher die Diversität der Perspektiven ja auch genannt Also zum Beispiel auch innen, wenn wir uns Nachrichtenbeiträge jetzt angeschaut haben über Spanen zur Leimunterschaft.
00:32:24: Welche Stimmen und welche Bilder werden das sichtbar?
00:32:27: Das schwule Ehepaar mit dem Baby ist immer sichtbaar.
00:32:29: Aber die Eifzeilenspenderin
00:32:30: z.B.,
00:32:31: der beigetragen hat nicht niesichtbar.
00:32:33: Und dass es eigentlich so ein ganz wichtiges Anliegen von unserer Arbeit in der Ausstellung noch im M-Lab diese Bilder und Stimmen, die gesellschaftlich gesehen eben nicht so zentral sind, auch sichtbart zu machen, die es stärker so gesellschaftlichen marginalisiert sind der kann den Fokus zurück und diesen Raum zu geben.
00:32:49: Vielleicht ist es bildlich oder in welcher Form auch immer?
00:32:54: Genau, ihr habt eben das Stichwort gerade schon gesagt Es gibt noch ein ebenso reichhaltiges Rahmenprogramm über die Dauer der Ausstellung.
00:33:02: Wollt ihr da vielleicht nochmal kurz darauf eingehen?
00:33:05: Ja gerne.
00:33:06: Wir haben
00:33:12: das nur aufgesetzt und strukturiert.
00:33:15: Genau, alles ranprogramm wurde vor allem von Laura Perler auch zusammengestellt und gestaltet und es gibt eben quasi erstmal die Vanissage wo wir auch nicht nur den nice to feed aber sonst wird auch so einen kleinen inhaltlichen input geben.
00:33:29: Wir werden im mittelsen Politischen Slogans auch arbeiten und wir werden eine Mini-Mini Lesung des Buches organisieren, neben den Grußwort noch so auf dem Schweizer Nationalfall die Person, die eben von dieses Agora Projekt zuständig ist vor Ort sein.
00:33:44: Und dann gibt es einerseits immer was für Tour und Dialognien also geführt also Führungen durch die Ausstellung, die immer zu einer Thematik nochmal einen spezifischen Thematisch stattfinden und wo immer auch noch ein Anschließendes Gespräch zu dieser Thematis stattfindet.
00:33:57: Und diese Touren sind eigentlich immer in Zusammenarbeit gestanden mit zivilgesellschaftlichen Unktionen, die sich auch mit diesen Thematiken gesellschafts- oder gesellschaftspolitisch auseinandersetzen.
00:34:09: Also zum Beispiel gibt es vielleicht dann am ersten Wochen Ende Sonntag eine Tour im Thema Abolismus und reproduktiver Gerechtigkeit gemeinsam mit dem Netzwerk Avanti, das ist eben quasi aus queerfamilistischen Perspektive mit Fragen von Reproduktionen für Personen mit Behinderung auseinander setzen.
00:34:25: oder auch eine Tour und Dialog, wo noch mal spezifisch zu dem Thema Sterilisationen und Reproduktivgerechtigkeit arbeitet.
00:34:32: Oder zum Beispiel noch um das Thema Adoption, wo wir mehrere adoptierte Personen in der Schweiz leben vor Ort sein werden.
00:34:42: Oder am Ende kurz von der Infinissage nochmal zum Thema Asylstrukturen und reproduktive Gerechtigkeit.
00:34:48: Also hier immer verschiedene Kooperationspartner, die wir gefunden haben.
00:34:53: Die dann diese Tour mit uns gemeinsam machen, sodass auch die wissenschaftliche und die aktivistische Perspektive in der Ausstellung nochmal zusammenkommt.
00:35:01: Und wo man sich sozusagen auch noch mal spezifisch zu bestimmten Themen der Ausstellungen verkrieft auseinandersetzen kann.
00:35:07: Dann gibt es verschiedene andere Formate noch wie zum Beispiel eine Living Library zum Thema Abtreibung oder ein Rollenspiel, was überhaupt um Vielleicht auch keine Kinder zu haben, als sich auseinanderzusetzen.
00:35:20: Eine Art Lecture- oder Lecture Performance Theater wo es um queere Familien in quasi sehr traditionellen Gesellschaften geht.
00:35:28: Hier gibt's ein Gespräch zwischen der Schweizer Performerin Künstlerin und einer Transperson aus Bolivien.
00:35:38: Es gibt dann klassischere wissenschaftliche Formate wie eine Buchpräsentation, wo wir zwei andere Bücher die sehr nah an unsere Ausstellungen sind diskutieren werden.
00:35:46: Und dann eben die Finisage im Politforum, wo auch wirklich Politikerinnen und auch Aktivistinnen und Wissenschaftlerinnen zusammenkommen und für diesem Thema Asyl- und reproduktive Gerechtigkeit noch mal gezielt sprechen.
00:35:58: Der Arztgluss bildet dann am fünfundzwanzigsten Oktober, Sonntag nach dem Tag ein Filmnachmittag, wo wir ein zwei Filme zeigen werden zum Thema Reproduktionen, die sind gerade noch heute Nachmittag noch entschieden, welche da gezeigt werden in den Finalisieren sozusagen.
00:36:13: Also ein sehr reicheres Programm mit verschiedenen Formaten.
00:36:16: Zusätzlich gibt es eben noch das Schulprogramm.
00:36:18: Es gibt dann auch einen wissenschaftlichen Workshop, der jetzt aber schon ausgebucht ist, wo wir auch vor allem nochmal über diese Frage von künstlerischen Forschung zu Themen, feministischen Themen und die Intimität uns auseinandersetzen werden.
00:36:29: Und da gibt es quasi auch noch von Gruppen, die ins Angefragte haben einfach dann Zielgruppen spezifische Führungen.
00:36:34: also hier gibt die Möglichkeit, wenn es Gruppen gibt, die gerne eine eigene Führung durch Ausstellungen machen würden, machen wir das sehr gerne.
00:36:42: So einfach der Versuch auf verschiedene Zielgruppe mit verschiedenen Formaten der Wissensvermittlung anzusprechen und die Ausstellung auch zu bringen.
00:36:50: Und mit ihnen diese Themen auch zu diskutieren, unter ein Dialograum zu eröffnen.
00:36:55: Also kann man sich wirklich ganz umfassend eigentlich durch euch mit diesem Thema auseinandersetzen.
00:37:01: in den nächsten gut anderthalb Monaten?
00:37:06: Genau!
00:37:07: Ich denke auch, je nach eigenen Interessen und eigener Lebenzuschreibung hat welche Themen einen sozusagen umtreiben oder beschäftigen.
00:37:12: Oder bei welchen Themen man vielleicht einfach mehr wissen möchte?
00:37:15: Weil wenn wir im Selbstbrems sind, dann hatte ich ja auch eine Möglichkeit und eine Chance nochmal andere Lebensrealitäten ein Einblick zu bekommen.
00:37:23: Ich würde sehr gerne noch mal über das Buchprojekt an dem Ganzen reden.
00:37:30: Wie ging dieser Prozess von Staaten dieses Buch zugestalten und dieses Buch zu konzipieren?
00:37:38: Ist dieses Buch ein Katalog der Ausstellung sozusagen oder wie ist das auch zu fassen?
00:37:48: Ich kann heute mal sagen, was es nicht ist.
00:37:50: Es ist eben kein Katalog, der Ausstellungen würde ich sagen und es ist auch kein Atlas im klassischen Sinne.
00:37:55: Das ist eine Abgrenzung.
00:37:56: Sondern ich denke als ein literarisches essäistisches... Sehr schönes Buch, das eben Text.
00:38:06: Es ist die Texte, wir haben hier mit Regina Dürrich, die auch in der HKB tätig zusammengearbeitet hat wirklich ein bisschen Coaching von uns Wissenschaftlerinnen gemacht.
00:38:16: wie man eigentlich so auf Basis der Forschungsarbeiten vielleicht poetischere Schreibweise findet sind auch sehr unterschiedlich jeweils jedes Kapitel in der Form.
00:38:26: es gibt quasi zu jedem diese Projekte einen Kapitel plus dann noch eine Einleitung Und zusätzlich gibt es dann zu jedem Kapitel eben Fotografien und die Karten, die wir auch in der Ausstellung sehen.
00:38:39: Ich würde eher sagen eine Ergänzung für Ausstellungen, dies ermöglicht dann noch mal in diese einzelnen Themen vertieft einzutauchen und die vor allem nochmal diese intimen Geschichten und Perspektiven und Stimmen vertiefzichtbar macht mehr als wenn das eine Ausstellung möglich ist.
00:38:52: Man kann vielleicht schon mir noch was zur Gestaltung sagen.
00:38:56: Ich habe euch ja
00:38:57: sehr viel gedacht tatsächlich!
00:39:00: Also vielleicht generell auch zur Buch selbst, oder nicht nur eine Ergänzung.
00:39:07: Ich glaube es ist eine eigenständige Publikation die du käuptig erwerben kannst nach der Ausstellung und ich denke wenn du dann das liest dich vertiefst da wird dich wahrscheinlich schon ärgern dass du die Ausstellung nicht gesehen habt würde ich jetzt mal so behaupten, aber anyway.
00:39:28: Ich glaube es ist wirklich eine eigenständige Publikation.
00:39:31: und jetzt so aus gestaltischen Perspektiven wir haben ja das Manuskript erhalten und dann immer die konzeptionelle Überlegungswerte.
00:39:43: okay was ist dieser Text überhaupt?
00:39:48: Und wir haben doch gemerkt es gibt so Karolina hat angesprochen verschiedene Text-Fausteine.
00:39:54: Es gibt generell eine Einführung nachher diese sieben Projekte, die einerseits kontextualisiert werden.
00:40:04: Dann ist eben dieser doch sehr poetische Textebene dazu parallel also als synoptische Darstellung dazukommt ne Bildstrecke wie auch sehr eigenwillig sind und nach jedem Projekt noch weiterführende Links und dass das eigentlich dann so die verschiedenen Teile sind.
00:40:30: Und da alle Texte zu diesen Projekten auch tatsächlich in Raustellung zu finden sind, ist danach eine verkleinte Version dieser Maps und dieser Informations-Ebene also diese Informationsgrafiken enthalten, so aus Uvertüre für dieses Projekt uns unterbringt.
00:40:56: Aber es wird sicher kein Buch sein das du von A bis Z liest ist natürlich möglich.
00:41:02: aber wo nach der Einleitung des Projekts mal einsteigst und den nächsten Tag in ein anderes
00:41:09: usw.,
00:41:10: dass man kann da hin- und herzerwerfen jetzt also nicht von Seite eins bis Seite was sind das über zweihundert Seiten dann von A?
00:41:21: Und so sind wir dann auch typografisch umgegangen, dass wir diesen Textbaustellen auch, sei es jetzt vom Satz raster von der Typographie ganz anders umgegangssind.
00:41:34: und da das Projekt natürlich auch sehr an Extremitäten operiert.
00:41:40: Sind mir auch visuell zum Teil bei Covista komplett am Ranken gegangen also Druck- und Ausrüstungstechnisch dann sehr herausfordernd, da auch bewusst typografische Grenzen ausgelobtet haben.
00:41:59: Also das Idee, dass in jeder Station, in jede Installation dieses Buch auch um so einen kleinen Lesereckchen bereit liegt, sodass man sich vor Ort noch mal einzelne Projekte einlesen können möchte, wenn es aufgeschlagen quasi da wo das Kapitel losgeht?
00:42:14: So wir haben jetzt über ganz viele Aspekte dieser Ausstellung gesprochen.
00:42:21: Du hast kleine Sachen schon anfangs angetönt, aber ich möchte noch mal zum Abschluss vielleicht diese Frage stellen.
00:42:28: Seid ihr in der ganzen Konzeption dieser Ausstellung irgendwo an Grenzen gestoßen oder hattet irgendwelche Schwierigkeiten oder Hürden?
00:42:39: Vielleicht welche Grenzen habt ihr überwunden und welche sind stehengeblieben?
00:42:47: Die Grenzen sind ja im Titel der Ausstellung drin!
00:42:50: Und die waren natürlich auch, also genau zu begleiten uns inhaltlich sozusagen was immer um grenzüberschreitende Bewegungen geht.
00:42:57: In den Forschungsprojekten und ich denke auch die transdisziplinäre Zusammenarbeit ist immer grenz überschreiten und immer auch herausfordernd wie Timi Focher schon sagt überhaupt eine gemeinsame Sprache zu finden.
00:43:09: für laucher an mich war es immer total faszinierend über welche Idee teilt Auch bei der Berufgestaltung und was für mich viel wissen da letztendlich auch über jeden Schritt dahinter steckt.
00:43:18: Deswegen voll total beeindruckend, vor uns zu sehen eben von der Auswahl des Papiers und die Strift aber auch wirklich dieses Wie kann dieses Buch so gestaltet sein?
00:43:26: Dass es die verschiedenen eben widerspiegelt.
00:43:28: Wir kennen ja klassisch beschreiten Wörterkommenten Und das wird dann halt so abgedruckt.
00:43:31: Das ist natürlich ein Riesenunterschied.
00:43:33: Ich denke wir haben da wirklich sehr viel gelernt.
00:43:36: ich glaube unsere größte Grenze waren die zeitlichen und finanziellen Ressourcen.
00:43:41: Ich würde nicht sagen, dass es jetzt so wirklich so ein... ich fand das war zu weniger dieses gemeinsame Sprache finden und sich zu verstehen.
00:43:47: Sondern ich glaube wirklich diese extreme kurzen Deadlines zum Anfang auch schon eigentlich eine relativ lange Zeit gebraucht haben bis wir uns dann mit den Karten so gefunden hatten.
00:43:58: Das war vielleicht der längste Prozess hier.
00:44:02: Es war vielleicht auch gut, weil erst wenn's da dann geputten ging die anderen Dinge dann auch sehr viel zügiger und schneller mussten sie gehen, weil die Deadline immer näher kamen.
00:44:11: Und aus meiner Perspektive war eben immer dieses Zeitliche, dass wir dieses Agoraya-Projekt quasi nicht nur Agora machen, sondern dass wir halt nebenher unseren normalen Lehr-, Forschungsbetrieb und unsere auch noch Privatleben usw.
00:44:23: haben.
00:44:23: also das alles unter einen Hut zu bringen sich da immer wieder auch dann die Zeit zu nehmen.
00:44:28: Wir haben uns wirklich ja auch taggeweise teilweise getroffen.
00:44:31: diese Zeit sich auch quasi freizuhalten war sicher eine Herausforderung, aber ich würde sagen für mich auch echt eine wahnsinnig unglaublich bereichernde Zeit.
00:44:40: Ich sage immer ins letzte Jahr war das Beste meiner achtjährigen Zeit als Professorin.
00:44:45: Ich habe wahnsinnigt viel gelernt und fand es wirklich auf sehr viele Art- und Weißen extrem bereichend.
00:44:49: noch mal zur Neue auch wirklich ja Wissenskomplexe und Wissenzfälle einzutauchen.
00:44:55: Aber ja vielleicht auch meine Perspektive Jimmy?
00:44:59: Ja ich glaube schon.
00:44:59: also der springende Punkt ist die Zeit neue Monate nur von null bis alles fertig ist und dann eben auch die doch beschränkten oder reduzierten Ressourcen.
00:45:19: Zu einem Projekt verläuft ja nie gerade Leaning, also ich denke mit dem ersten Enthusiasmus gibt es halt verschiedene Phasen und auch Kämpfe und Auseinandersetzungen.
00:45:33: Und Diskussion und Entscheidende ist da immer, wie geht man mit diesem Konflikt?
00:45:39: nicht zu viel gesagt aber doch?
00:45:41: Mit diesen Diskussionen um was nimmt man draus?
00:45:44: und ich finde wir haben das wirklich toll gemacht obwohl die Ausgangslage war oder ist nicht einfach weil doch so viele beteiligte Personen.
00:45:58: Aber ich glaube auch, für mich war das auch eine sehr inspirierte Zeit und superrelevantes interessantes Thema um sich mit dem Beschäftigen zu dürfen, fand ich also oder finde es immer noch fantastisch.
00:46:21: Genau.
00:46:21: Und vielleicht noch als Letztes, also ich kann schauen was die Komplexität des Projekts, also eben neun Monate, wir waren natürlich schon wie Jahre davor auch irgendwie dran überhaupt ja die Forschung zu machen.
00:46:30: Also gefühlt begleitet uns jetzt schon sehr lange diese Ausstellung aber die Komlexität dass es eben eine deutsche Buchfassung, der englische Buchfassion Open Access gedruckt ist.
00:46:39: Die Karten, die Bilder und die künstlerischen Rettos und das Rahmenprogramm.
00:46:42: Als es um die Timeline noch im Ende, die wirklich auch noch mal eine wie so eine ganze eigene Arbeit finde ich schon fast ist Es gibt dann, also im Outro-Raum gibt es zum Beispiel auch noch eine ganze Wand wo verschiedene Organisationen diesen Bereich tätig sind.
00:46:55: Porträtiert werden und das war unglaublich viele Akteure die damit reingespielt haben aber eigentlich wie auch so ganz viele kleine Projekte die da alle zusammenkommen ich glaube diese Komplexität und dass in dieser Geschwindigkeit durchzuführen Das war auch nur möglich weil wir glaubt doch eigentlich relativ gut trotz allem auch zusammengearbeitet haben.
00:47:12: Ich glaube anders wäre das gar nicht gegangen auch wirklich, dass man sich wie so blind versteht und auch dann voneinander einspringt.
00:47:19: Wenn eine Person mal nicht kann oder was nicht machen kann und sich auch gegenseitig in den Stärken ergänzt wäre das sicher so in dieser kurzen Zeit überhaupt nicht möglich gewesen aber trotzdem auch sehr herausfordernd es in so einer kurzen zeit auf die beine zu stellen.
00:47:34: vielen dank euch beide für das faszinierende gespräch.
00:47:40: Ich glaube, ich werde die Geografie für mich heute neu entdecken und freue mich sehr dann auch auf diese Ausstellung zu besuchen.
00:47:51: Vielen vielen Dank, dass ihr da wart und mit uns gesprochen habt, Jimmy Schmidt und Karolin Schur.
00:47:58: Danke euch zwei für das tolle Gespräch!
00:48:00: Ja,
00:48:00: vielen Dank für die Einladung!
00:48:02: Ja damit sind wir am Ende dieser Folge.
00:48:07: Wir freuen uns wie immer über Feedback und wir hören uns etwa in einem Monat wieder.
00:48:17: Bis
00:48:40: bald!
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