Von langen Fluren und botanischen Gärten (Im Gespräch mit Emilia Lischke)

Transkript anzeigen

Jost: Ja, hallo und guten Morgen liebe Zuhörerinnen und Zuhörer. Herzlich willkommen zu unserer neuen Folge von "Design. Macht. Gesellschaft.", dem Designforschungspodcast des Institute of Design Research an der Hochschule der Künste in Bern. Ich bin Jost Zeintler. Ich bin heute leider allein im Studio. Meine beiden Kolleg*innen Arno Görgen und Eliane Gerber scheiden beide krankheitsbedingt aus. Ich wünsche beiden von hier aus eine ganz, ganz gute Besserung. Wir sind ja auch gerade in einer ganz fiesen Zeit, was so Erkältungen und Grippen und weitere Erkrankungen angeht. Na ja, anyways. In dieser Staffel macht unser Podcast ja eine ganz schön interessante Transformation durch. Wir haben angefangen beim Überthema der Sinne und wir sind jetzt schon zum vermehrten Mal beim Thema der akademischen Ausbildung gelandet. Und wir können euch oder ich kann euch jetzt schon mal verraten. Auch diese Folge wird in diesem Bereich angesiedelt sein. Transformation und Studium sind ja auch schon Spitzenhinweise auf unser heutiges Thema. Wir kommen nämlich über ein ganz neues Projekt der Hochschule der Bern zu sprechen, nämlich den kommenden Bachelorstudiengang in Transformation Design. Das ist auch deshalb so interessant, weil wir nicht jeden Tag bei der Geburt eines neuen Studiengangs zuschauen dürfen. Und wir freuen mit dieser wichtigsten sozusagen Geburtshelferin dieses Bachelors ins Gespräch kommen zu dürfen heute. Mit mir ist Emilia Lischke. Herzlich willkommen Emilia.

Emilia: Hallo Joost, schön, dass ich da sein kann.

Jost: Ja, Emilia, bevor wir uns jetzt zum Studium selbst zu wenden, erstmal sehr schön, dass du da bist und danke, dass du dir die Zeit genommen jetzt ist es auch immer wichtig, dass wir die Leute hinter solchen Projekten ein bisschen Ich habe gelesen, du hast Cultural Studies studiert und dann in London einen Master of Science in International Public Policy am University College London gemacht. Dann warst du eine Zeit lang in Berlin und nun bist du in einer anderen Bärenstadt in Bern. Ist Transformation ein Thema, das dich professionell oder persönlich begleitet hat bisher?

Emilia: Das ist eine gute Ich komme zum Transformationsdesign über keinen geradlinigen Weg. Ich habe keinen klassischen bin relativ spät, erst nach dem Abschluss meines Masters, in durch ein Innovationsprogramm, an dem ich teilgenommen habe. auf strategisches Design und strategisches Innovationsdesign gekommen und habe dann später auch mit denselben Leuten die Methoden und die Praxis, die sie entwickelt haben, Bereich systemische und Gesellschafts- transformation angewandt. Mein sozusagen akademisch liegt, wie du gesagt hast, in den Kulturwissenschaften und das ist so ein Studiengang, Als ich da studiert habe, war ein bisschen das Vorurteil, dass man mit Kulturwissenschaften Taxifahrerin werden wird. Und es war auch tatsächlich schwierig bei so einem Studiengang, so interdisziplinär angelegt war, dann den passenden oder überhaupt einen Masterstudiengang zu finden, der den Studiengang akzeptiert hat aufgrund von konsekutiven Und ich habe dann den Master gemacht, weil mich damals sehr die Frage interessiert hat, Wie kann ich denn jetzt all das wissen über kulturelle und soziale Dynamiken, Kräfte, Faktoren und Strukturen da zu nutzen, dann politische Entscheidungen und Entscheidungen auf Gesellschaftsebene überhaupt formen zu können? Und das ist ja so die Essenz von Public Wenn man sich dann anschaut, was ich zum Beispiel im Bachelor gemacht habe, habe ich in der Bachelorarbeit Analyse, eine Diskursanalyse gemacht von

Jost: Mmh, ja.

Emilia: Helden-Narrativen in den Blogbustern und dann vor allem anhand von Batman-Filmen und zwar vor die neoliberalen Narrative, die dahinterstecken und später dann im Master eine statistische ökonometrische Analyse von dem Zusammenhang von Verschuldung und Glücklichkeits- Glücklich- wie nennt das? Glücksempfinden auf sozialer Ebene. Ich habe schon immer wieder viele Sprünge Transformationen dass ich immer wieder neu mich Fächern zugewandt habe und neue Rollen, neue Gebiete kennengelernt habe.

Jost: Das klingt nach einem sehr ganz schade, dass Arno da nicht mitreden kann. Der hatte bestimmt große Freude Gesprächen über deine Bachelorarbeit, über die So, aber wie und denn zu dieser Entscheidung, nach Bern zu wechseln?

Emilia: Also, die letzten sieben Jahre habe ich vor allem Projekte im Bereich soziale Transformation, viel im globalen Süden und im Zusammenhang mit internationaler Entwicklungszusammenarbeit In dem letzten Jahr kam dann speziell ein Fokus auf Klimawandel und Klimainnovation im europäischen Kontext Und ich habe dann auch im Rahmen von einer Veranstaltung, einem Workshop an der Potsdamer einen des IDR-Instituts kennengelernt. und wir haben uns über den Aufbau des neuen Studiengangs unterhalten und das hat mich dazu bewogen, mich auch dafür zu bewerben. Ich glaube, das war, wie du schon selber bereits gesagt hast, eine einzigartige Möglichkeit mal, damit auseinanderzusetzen, was es eigentlich an Kompetenzen braucht wie man schon ganz früh diese Kompetenzen vermitteln kann.

Jost: Also ein neuer Studiengang startet ja nicht bei Null. Kannst du uns vielleicht ein bisschen was dazu verraten, wie viel Vorlauf das gebraucht hat und was so diese wichtigsten Baustellen bei diesem Prozess waren?

Emilia: Ja, also du hast recht, ist wahnsinnig viel Vorarbeit geleistet worden. Ich bin sehr glücklich, dass ich darauf aufbauen Also federführend hier und die Treiber hinter der ganzen ist das Leitungsteam von dem IDR, dem Institute of Design Research, welches sich schon länger mit der Frage beschäftigt hat, eigentlich, wie man Design weiter denken kann, wie man auch verschiedene neue Richtungen des Designs miteinander verknüpfen kann. bereits schon im Bachelor einfließen lassen kann, wie zum Beispiel Social Design und Transformation Design. dem Weg zur Bewilligung des Studiengangs, die dann dieses Jahr stattgefunden hat mit einem NC von 25 Studierenden, mussten die wahnsinnig viele Vor allem natürlich ist das alles in einem Kontext passiert, der gerade viel Kürzungen erlebt und Auch in einem Kontext, wo sich immer die Frage gestellt wird, was für eine Wirkung haben eigentlich, oder was für eine Verantwortung Wirkungsverantwortung haben eigentlich in dieser Welt, die von Wandel und auch verschiedenen Herausforderungen geprägt ist. einige Hürden, die vor allem nennenswert sind, sind sicherlich Die Hürde der Interdisziplinarität und die Hürde von Partnerorganisationen und Unterstützenden aus Gesellschaft und Wirtschaft. Also bei der da war es für viele Unterstützer des sehr wichtig, dass sich die Hochschule vor allem auch im Kontext der BFH öffnet und diesen Studiengang so interdisziplinär wie möglich anlegt. Also sozusagen von vornherein auch Kooperationen mit anderen Studiengängen, mit anderen Departementen, sei es zum Beispiel die HAFL im Bereich Landwirtschaft und Nachhaltigkeit, die BfH Wirtschaft aufbaut. bestehende Angebote optimal genutzt und dass es zu mehr Austausch kommt zwischen den künstlerischen und den anderen Wissenschaften. zum anderen ist das natürlich ein Studiengang, der sehr darauf beruht, dass es Partnerorganisationen gibt, die in den Projekten mit den Studierenden zusammen an Herausforderungen, an Problemen und Aufgabenstellungen aus der Praxis arbeiten. Das heißt, da war es für das Team, was diesen Studiengang auf den Weg gebracht hat, sehr wichtig von Anfang an in Interviews zu gehen. immer wieder Bedarfe abzuklären, zu fragen auch und herauszufinden, was benötigt ihr eigentlich an Kompetenzen, was findet ihr relevant und wichtig und wie würdet ihr so einen Studiengang unterstützen können. Da gab es sehr viel Resonanz gleich von Anfang an und ich bin dabei, das weiterzuführen und das alles ein bisschen zu konkretisieren.

Jost: Das klingt auch so, als wäre das schon im Studien selbst dann relativ praxisnah aufgebaut, wenn du sagst, dass eben schon ganz konkret an Projekten mit Partnerorganisationen gearbeitet wird. Das ist ja in dem Sinn eine riesige Ressource auch für die Studierenden.

Emilia: ⁓ Ja, absolut. Der Studiengang wird drei große Bereiche haben, sogenannte Modulgruppen. Eine Modulgruppe ist die Understand-Modulgruppe, das sind die klassischen Kurse, sagen wir mal. Dann gibt es die Implementgruppe, da sitzen diese Projekte drin und das alles wird dann gerahmt von der Develop-Modulgruppe. Und diese Projekte, von denen wir gerade gesprochen haben, die sitzen in der Implementgruppe. Und nur sich mal zu... zu verdeutlichen, was die für ein einnehmen. Jedes Projekt, und es gibt insgesamt vier Projekte bei einem hat 18 ECTS-Punkte. Die Kurse hingegen, die werden mit zwei ECTS-Punkten angeboten. Also da ist das Gefälle ganz klar, dass es bei den Kursen wirklich ⁓ kurze Inputformate Und dass es in den Projekten vor allem dazu kommt, dass man die Theorie

Jost: Hmm.

Emilia: erlernt zu erkennen in den Kontexten, man ist und dann vor allem aber auch all diese Skills ausbildet, die man braucht und dann eigentlich Design in Praxis und in Kontexten anwenden zu können.

Jost: Ja, das klingt toll. Das tatsächlich halt wirklich nach so sehr praktisch integrierten Du hast es eben gerade gesagt, ihr habt 25 Studierende vorgesehen pro Semester, Jetzt ist von so klassischen Designstudiengängen vielleicht gewohnt, dass man so einen

Emilia: ist

Jost: ein bisschen lineares Aufnahmeverfahren hat von man legt halt irgendwie ein Portfolio vor mit vergangenen Arbeiten mit schon so einem gewissen Skillset, das die Leute mitbringen vielleicht mit einer praktischen Aufgabe oder so. Das ist das, was ich jetzt in meiner Designausbildung erlebt habe. Wie sieht das Aufnahmeverfahren bei euch aus oder kannst du dazu schon konkreter was sagen? Wie werden die Menschen ausgesucht? Was ist so quasi das Skill-Set oder das Anführungszeichen Portfolio, das die Studierenden für diesen Studiengang mitbringen sollen.

Emilia: Also das es zweistufig aufgebaut. gibt erstmal eine schriftliche Bewerbung und dann gibt es einen Aufnahmetag, einen Bei der schriftlichen Bewerbung sind wir wahrscheinlich ganz klassisch sowie auch andere Design-Studiengänge unterwegs. Da wird zum Beispiel auch ein eingereicht. Allerdings sind hier wahrscheinlich die Anforderungen wenig anders als bei einem Bachelor WISSKOMM zum Beispiel. Also hier ist für uns das Portfolio eher entscheidend aus zwei Aspekten. Zum einen möchten wir sehen und verstehen, wie geht eine Person an eine Problemstellung ran, wie strukturiert eine Person Gedanken, vielleicht auch Prozesse, wie geht sie da gestaltungs- konzeptionell ran. Und zum anderen aber auch, eben zu schauen, was bringen denn eigentlich die jungen Leute mit an Themen, die sie interessieren, an Projekten, an Hintergründen und was verbinden sie auch mit dem Studiengang, also beim Transformation Design und das ist auch dann ganz wichtig für das Aufnahmeverfahren dann im zweiten Schritt, handelt es sich ja einen Begriff, der nicht klar definiert ist und jeder bringt dort sein eigenes Paket mit und sein eigenes Verständnis. Und das einmal abzufragen, zu verstehen, wo starten wir da eigentlich zusammen, ist für uns sehr wichtig, für die Entwicklung des Studienganges. Und insofern ist es auch im zweiten beim der ein bisschen wie ein Assessment-Day aufgebaut das man vielleicht von größeren Firmen kennt, ist es für uns sehr wichtig, dass der für beide Seiten als Bewerbungsverfahren gesehen wird. Also zum einen für uns passen die Studierenden oder die gut rein in diese Art von Lernen und in diese Art von und passen wir auch zu den Studierenden. Also gefällt ihnen das? Möchten die so die nächsten drei Jahre Passt es ihnen in Projekten zu arbeiten? Passt es ihnen mit dieser Art von Gruppen zu arbeiten, mit dieser Art von Betreuung zu arbeiten? Also was dort passiert am zweiten Tag ist nämlich, dass sie zwei Phasen einmal kurz anschneiden aus dem Projekt-Framework, was wir für die Semesterprojekte benutzen. Also die Semesterprojekte, dauern ja jeweils 14 Wochen und dafür wird es immer einen klassischen Designprozess geben, den die Studierenden durchlaufen. Im Aufnahmeverfahren werden die dann zwei Schritte ein wenig anschneiden und auch mal ausprobieren.

Jost: Ja.

Emilia: Was wird denn dort von Ihnen erwartet und was werden die da eigentlich dann später auch immer zusammen machen? Und das machen wir so, dass wir eine die aktuell an der relevant ist, mit reinbringen und das können dann Studierende in Gruppen bearbeiten im Laufe eines halben Tages und später zusammen reflektieren, präsentieren dazu ein Interview mit der Auswahlkommission führen.

Jost: verstehe. Kannst du so ein Beispiel nennen von diesen, also so eine Herausforderung aus der HKB, damit wir uns das ein bisschen bildlich vorstellen können?

Emilia: Mhm. Ich bin natürlich noch nicht so lange da an der HKB, als dass ich mehrere Herausforderungen schon kenne und benennen kann. Ich kann aber ein typisches Beispiel nennen, das vielleicht auf Organisationsebene. Also die Projekte werden ja immer auf verschiedenen Ebenen stattfinden. Manchmal können Herausforderungen auf Team-Ebene, auf Organisationsebene, vielleicht auch auf gesellschaftlicher Ebene stattfinden. Und hier handelt es sich ja dann so eine Organisationsebene. Da könnte ein typisches Problem zum Beispiel Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Einheiten. Also das ist etwas, was in jeder Organisation ein Problem ist. Im akademischen Betrieb nennt man es dann Und da könnte man sich damit auseinanderlassen, sagen, schaut mal, wir haben hier konkret, sagen wir mal, zwei Studiengänge, drei Studiengänge oder zwei Institute. Wir versuchen schon seit langem ein Format zu finden, das ist für kontinuierlichen Austausch, für gemeinsamen Wissensaufbau. Dies und jenes haben wir schon versucht, das hat nicht geklappt, das fizzelt immer wieder aus. Überlegt euch doch mal, wie wir ein Konzept strukturieren können für gemeinsamen Wissensaustausch. Das könnte so eine Fragestellung sein, wo die Projektpartner oder die Challenge Owners in dem Fall dann

Jost: Mhm.

Emilia: die zwei Studiengänge oder die sind. Und die Studierenden hätten dann in diesen 14 Wochen dann Zeit, vor allem für so zwei Hauptphasen. zum einen sozusagen zu Beginn des Projektes würden sie natürlich erstmal einen Projektplan erstellen. Also sich erstmal damit auseinandersetzen, was ist dann hier nochmal das Ziel, was ist überhaupt möglich in den 14 Wochen, was ist der Kontext, in dem wir hier arbeiten und was sind auch die Bedingungen und so der Rahmen, über den wir nicht hinausgehen können oder wollen auch was die Betreuung angeht. Was können wir Wie weit können wir Wo werden wir unterstützt? Wie Und sobald das geklärt wird und man sozusagen in die Umsetzungsphase geht, da gibt es dann zwei Hauptphasen. Das eine erstmal Design Forschungsmethode zu nutzen, ⁓ oder In ersten Phase geht es dann darum, die Situation zu begreifen und den Bestand aufzunehmen. Das heißt zum Beispiel in diesem Beispiel vielleicht Interviews zu führen, mal vor Ort zu gehen, schauen, ist der Alltag eigentlich strukturiert, wie sind die sozialen Beziehungen strukturiert, wie funktioniert Zeit in den verschiedenen was wurde schon was gibt es für Möglichkeiten überhaupt. ⁓ etwas Das wäre so eine Art klassische Bestandsaufnahme. Und dann würde man in die Prototypenphase gehen, sobald man festgestellt hat, das ist wirklich das Thema hier, das sind die Konflikte, das sind die Möglichkeiten auch. Dass es dann darum geht, diese Möglichkeiten auszuloten anhand von Prototypen, Experimenten, kleineren, größeren Versuchen, sodass man schaut und später dann auch dem Projektpartnern, das sei Rückmelden kann. Schaut mal, das haben wir herausgefunden, das hat funktioniert, das hat nicht funktioniert und das ist das, was ihr weitermachen könntet. Das ist das, was wir euch mitgeben können. Also es geht auch immer wieder darum, dass man ein Projekt gut abschließen und übergeben kann, weil natürlich im Transformationsdesign das Design an sich ein Prozess ist, der nicht damit endet, dass das Projekt endet. Also das fängt vielleicht damit erst wirklich an und es ist ein

Jost: Mhm, genau.

Emilia: eben noch zu lernen, wie setze ich eigentlich einen Impuls und wie ermögliche ich anderen Leuten dann daraufhin aufzubauen, zu handeln, etwas selber zu verändern.

Jost: Also in gewisser Weise, ja, es ist auch ein Design des Prozesses.

Emilia: Ich glaube, ist ein Design, auf jeden Fall jenseits von Lifestyle und situiert ist. Also ein Design, was vor allem projektbezogen ist, wobei ich sagen würde, jedes Design ist erst mal ein Projekt, ist immer eine Strukturierung von was brauche ich als Input, was will ich als Output haben und was ist der Prozess dazwischen. Aber im Transformationsdesign interessiert man sich auch dafür, andere Prozesse mit zu designen und auch relational zu designen, Beziehungen zu designen, nicht nur das Verhalten zwischen Objekten und Usern, aber eben auch soziale Strukturen, soziale Dynamiken.

Jost: Mhm. Da haben andere Schulen in der Schweiz auch schon ähnliche akademische Zugänge entwickelt zu, ich sag mal, solchen Verständnis von Design. Ich denke hierbei zum Beispiel an ein Hyperwerk in Basel oder jetzt an einen neuen Bachelor an der Hochschule Luzern, das Creative Transformation, oder jetzt den Master Transdisziplinarität an der ZHDK. oder halt auch den Master Design an der HKB. Ist das aus deiner Sicht vielleicht so bisschen die Zukunft der akademischen Designlehre, dass Design vor allem und vermehrt in Relation zur Gesellschaft und Transformation unterrichtet wird?

Emilia: Also du hast recht, es einige Bachelor- und Masterstudiengänge in der Schweiz und auch im deutschsprachigen Raum, die sich mit ähnlichen Themen beschäftigen. Und das ist natürlich super, dass man da merkt und dass sich auch der Bachelor Transformation Design in der HKB sich dort einreihen kann und aufbauen kann auf den Erfahrungen und sich da auch austauschen und vernetzen kann. Ich glaube, was man da sieht, akademische Antwort auf die Krise im Design und vor allem eine Antwort in verschiedenen Experimenten. Also jeder Studiengang ist ja ein wenig anders und ich glaube, wird damit experimentiert, wie wollen wir heute noch unterrichten. Und alle fragen sich wahrscheinlich, was können wir heute überhaupt Denn jede Bildung ist ja ein wenig auf Beständigkeit aufgebaut und auf einem Versprechen. Und ich glaube, was man da sieht, ist, dass man sich die Frage stellt, was können wir heute denn noch wissen wir denn, was eigentlich zählt? Und diese Vielfalt neuartigen Studiengängen im Design spiegelt, glaube ich, wieder das die die Antwort nicht kennen und dass wir verschiedene Ansätze versuchen, ⁓ uns da ran zu tasten. Und das ist ja erstmal super, dass es diese Vielfalt gibt.

Jost: Ja, Inwiefern würdest du denn unterscheidet sich dieser Studiengang jetzt von vielleicht anderen Ansätzen, die du kennst? Oder was zeichnet diesen Studiengang insbesondere aus?

Emilia: Mhm. was den Studiengang auszeichnet, sind wahrscheinlich zwei Aspekte. Der eine Aspekt ist dieser Fokus auf Kontext in Design und der Fokus darauf, dass sich von Anfang an mit den Bedürfnissen, mit den auch mit den Bedrängnissen eines Gegenübers auseinandersetzt, also in dem Fall Projektpartnern. Dass man also lernt, Design nicht anzuwenden, eigene Ideen unbedingt durchzusetzen, auch im kreativen Sinne, sondern dass man es lernt, ⁓ erst mal zu verstehen, sich mit Kontexten auseinanderzusetzen und dann auch in die Co-Kreation zu gehen. Also die Designerinnen dieses Studienganges werden ja zum einen ständig in Teams zusammenarbeiten und dann aber auch immer ständig mit anderen. Vertretern aus Gesellschaft, Wirtschaft, verschiedenen Organisationen zusammenarbeiten und eben auch mit den Einschränkungen, mit denen diese Organisationen zu tun haben. Und das ist eine andere Designkompetenz. Das ist das eine. Das andere ist, dass wir uns vor allem Design als Kompetenz anschauen im Kontext von radikaler Unsicherheit und Komplexität. Warum? Weil sobald man sich mit Themen wie Transformation und Wandel beschäftigt, beschäftigt man sich ja mit Fragen von sozialer Veränderung, sozialen Prozessen, sozialen Dynamiken. Und soziale Dynamiken sind immer von Grund auf komplex und unsicher. Und das braucht nochmal eine andere Art von Design und andere Kompetenzen, die sich konkret mit den Herausforderungen von Komplexität auseinandersetzen und zum Beispiel eben Fragen, die sich vor allem mit Fragen wie zum Beispiel Emergenz beschäftigen. Mit der Frage, welche Strukturen kann man schaffen, damit etwas entsteht, worüber wir wenig Kontrolle haben, aber wir haben Kontrolle über diese Strukturen.

Jost: Das darf es sehr gerne.

Emilia: Das ist eine andere Art von Design, ist ein anderer wo es vielleicht auch darum geht, Wechselwirkungen zu designen oder Wechselwirkungen zu berücksichtigen im Design. Wo es auch darum geht, Relationen, Beziehungen zu designen und Beziehungen, die entziehen sich ja erstmal immer der Kontrolle. Also ich glaube die Herausforderung, mit sozialen Systemen arbeitet oder im Kontext von sozialen Systemen designed.

Jost: Mhm.

Emilia: ist, dass sich dein Designobjekt immer wieder entzieht. Du kannst es nicht kontrollieren wie ein Stück Glas wie einen Stuhl. hast ja da das Glück, dass du von vorne bis hinten den gesamten Prozess einmal planen kannst und durchführen kannst und immer wieder intervenieren Und bei dem sozialen Design und auch beim Transformationsdesign ist dies nicht der Fall. Du musst also andere Methoden kennen und anwenden, ⁓ dich in diesem Prozess angemessen zu verhalten und das auch aushalten zu können.

Jost: Interessant. Eine Frage, die mir hier bei dieser Erklärung ein bisschen aufkommt, das ist ja schon ein relativ komplexes Gefüge von Design, Transformation, Gesellschaft, wofür man auch ein bisschen ein Gefühl entwickeln muss. sage ich jetzt auch wieder aus einer Perspektive von jemanden, so eine ganz klassische Design-Ausbildung durchgemacht hat, würde ich sagen. Man kommt ja oftmals als junger Mensch Anfang 20, der sich in so die Kunsthochschul-Bubble hineinbegibt mit so einem glaube ich, sehr grundlegend, einfachen Verständnis von Design dahin. Also man sieht das erstmal so in seiner sehr greifbaren Form von Ich lerne jetzt ein Skill, etwas zu erschaffen, etwas zu designen. Man macht erstmal irgendwie Grafikdesign oder Industriedesign oder so und entwickelt vielleicht eben erst in einem späteren Schritt, vielleicht erst nach dem Bachelor, vielleicht gar nie, ein Verständnis von diesem Zusammenhängen, die Design mit der Welt, Gesellschaft hat. Und das ist schon, finde ich, einmal noch eine höhere Voraussetzung an Studierende, dass sie quasi dieses Verständnis schon mitbringen. Inwiefern oder... Nee, andere Frage vielleicht. Wie... Wen wollt ihr damit abholen und wie holt ihr diese Leute ab? das richtet sich vielleicht an eine ähnliche Klientel, eine ähnliche Altersgruppe, ein ähnliches Berufsprofil. Oder wie ist das zu verstehen?

Emilia: Also da hole ich vielleicht ein wenig aus. Also zum einen würde ich sagen, wir haben keine klare Ansprechgruppe. Wir haben eine Vorstellung davon, für wen dieser Studiengang geeignet ist. Und in dieser Vorstellung gehen wir aber auch durchaus davon aus, dass das eine wahnsinnig diverse und breit gestreute Gruppe sein wird.

Jost: Mhm.

Emilia: glaube, wenn man das Glück hat, das Privileg hat, mal etwas aufzubauen, dann versucht man ja auch immer da anzudocken, was man selber erlebt hat und was einem selber vielleicht nicht so gut gefallen hat. komme ja aus der geisteswissenschaftlichen Richtung und geistes- und sozialwissenschaftlichen Richtung und ich habe diese Disziplinen so erlebt, dass man vor allem schnell im Problematisieren bleibt oder viel ⁓ im Endeffekt zu verstehen und ⁓ Probleme benennen zu können. Das ist super und das ist auch der erste Schritt. Und mir hat dabei immer der zweite Schritt gefehlt zu sagen und was nun? Was mache ich jetzt damit? Und dieser Studiengang ist insofern für diejenigen konzipiert, die sich durchaus mit Problemstellung auseinandersetzen wollen und sagen, ich möchte ein bisschen verstehen, warum es diesen Wandel gibt. Ich möchte verstehen, warum es diese Herausforderungen gibt in Stadtentwicklung oder ich möchte verstehen, Organisationsentwicklungen funktionieren, wie Strategie, Innovation funktioniert. möchte verstehen, warum es Migrationsprobleme gibt und was man da tun kann. warum es Klimawandel gibt und warum wir nichts dagegen ausrichten, was dem gewachsen ist. Aber die auch gleichzeitig sagen, aber mir reicht es nicht, einfach nur zu verstehen, dass es das Problem gibt und was das Problem ist. Ich möchte auch ausprobieren, wie man dann eigentlich in diese Implementierung, in eine Umsetzungsphase kommt. Diese Umsetzungsphase, also auch die Umsetzungskompetenzen. Das ist etwas, was in so einem klassischen universitären sozial- oder geistwissenschaftlichen Studium zumindest auf Bachelor-Ebene oft nicht mitgegeben wird und nicht thematisiert wird. Und ich glaube, ist der Vorteil an einer Hochschule und vor allem auch an einer Kunsthochschule zu sein, weil hier der Sprung und der Fokus auf dem auch dem Machen im Kontext dessen, dass man vielleicht noch nicht vollkommen weiß, was das Richtige ist und dass man vielleicht noch eine Fähigkeit, eine Fertigkeit vollkommen ausgebildet hat, sondern noch am Lernen ist, wird hier viel mehr gerne gesehen und ermöglicht. Und ich glaube, diese Art von Lernen, die man fast mit Experimentieren gleichsetzen kann, spricht auch eine bestimmte Art von jungen Leuten an.

Jost: Mhm. Ja.

Emilia: Also eine bestimmte Neugier, eine Experimentierfreudigkeit und natürlich für den ersten Studiengang oder für die erste Kohorte vor allem auch ein gewisser Pioniergeist, weil der so wie jeder Studiengang, würde ich sagen, nie vollkommen zu designt und gedacht sein wird. Der wird sich immer ständig entwickeln, aber vor allem im ersten Jahr wird natürlich Zugewinn an Erfahrungswerten enorm sein. Das klappt nur, wenn die Studierenden da mitmachen und wenn die Studierenden bereit sind, Rückmeldungen zu geben, Lösungsvorschläge zu geben und in diesem ständigen Austausch zu sein mit Studiengangsleitung, mit Dozierenden.

Jost: voll. Dann designt sich in gewisser Weise dieser Studiengang auch von selbst oder mit sich selbst.

Emilia: Ja, würde sagen, ein Aspekt davon, ja.

Jost: Sehr An der HKB haben wir ja bereits seit über zehn Jahren jetzt den Masterstudiengang der, würde ich jetzt vielleicht ein mit einem ähnlichen Grundgedanken entstanden ist. Sind diese Studiengänge in gewisser Weise verknüpft oder führt das eine auf das andere hin? Besteht dann ein inhaltlicher Zusammenhang? Was würdest du sagen?

Emilia: Also der Robert, der Studiengangsleiter des Master Design ist ja auch im IDR-Leitungsteam und war insofern stark beteiligt an dem Konzept und auch in der ersten Phase des Aufbaus des Studiengangs. Und nach wie vor wird auch Robert eine wichtige Instanz sein für den Studiengang und wird auch involviert sein in den Kursen und in den Projekten.

Jost: Mhm.

Emilia: Das ist natürlich so ein großer Und natürlich war auch die Frage in der Konzeption des mit drin, was braucht eigentlich der Master Design, so wie der ist in der HKB, für Kompetenzen oder für Absolventinnen, für damit er wirklich gut klappt und wirklich Sinn ergibt.

Jost: Mhm.

Emilia: Da und insofern sind die Kompetenzen, die aus dieser Perspektive zum Beispiel sehr als wichtig erachtet werden, auch im Curriculum mit Das eine sind natürlich die Projekte, also die Fähigkeit Projekte zu design, umzusetzen, zu managen, zu evaluieren, denn der Master Design ist sehr Projektbezogen. Und zum anderen ist es auch die, Verständnis für Design und Forschung, Design, Forschung und Analyse. Im Masterstudiengang geht es ja dann vor allem darum, eigenes Projekt umzusetzen. Und die Studierenden werden natürlich nach vier im Bachelorstudiengang super darauf vorbereitet, dass sie dann zum einen genügend Projekterfahrung gesammelt haben, verschiedene Rollen schon kennengelernt haben und vor allem auch verschiedene Herausforderungen und Themen erlebt haben, sodass sie dann sagen können, gut, und das ist jetzt das Thema, mit dem ich mich auseinandersetzen möchte und was ich jetzt persönlich weiterbringen kann.

Jost: Mhm. Verstehe. Du hast es eben schon erwähnt, was diesen Studiengang auch bisschen auszeichnet, eine gewisse Nähe zur Designforschung. Uns als Designforschungspodcast interessiert das natürlich brennend, wie diese Nähe denn konkret aussieht. Ist es vielleicht auch ein Ziel davon, die konkret die akademische Auseinandersetzung mit Design im Kern zu fördern.

Emilia: Also die Auseinanderlassung mit Theorie findet auf zwei Ebenen statt. Zum einen, da komme ich immer wieder zurück auf die Projekte, also vieles in den Projekten statt. Also zum einen auf die Ebene von den Projekten und zum anderen Kurse. Also im Bereich von den Projekten, haben wir vorhin darüber gesprochen, gibt es die vier Phasen von so einem Projektverlauf.

Jost: Mhm.

Emilia: Zu Beginn der Phase, nach dem Kickoff und nach der fängt ja die erste Kernphase an, die wir jetzt erst mal Discovery genannt haben. Und in der Discovery-Phase geht es darum, dann Methoden aus dem Design Research, aber vielleicht auch angrenzenden Disziplinen zu nutzen, ⁓ erst mal so eine klassische Bestandsaufnahme zu machen. ⁓ Rahmenbedingungen systematisch zu erfassen, ⁓ Zielbedürfnisse, Konflikte, soziale...

Jost: Mhm.

Emilia: aufzunehmen und auch wiederzugeben. Da sind dann typische Methoden, können also zum einen räumliche Methoden sein, der Ortsbegehung, Fotografie, Dokumentation, Skizzen sein, verschiedene Mapping-Methoden, wo es auch nicht nur darum geht, den Raum abzubilden, sondern vielleicht zum Beispiel soziale Akteure, Diskurse, vielleicht auch Interaktionen zwischen menschlichen nichtmenschlichen Akteuren abzubilden, die sozusagen eben relevant sind für das Verständnis des Problems. Also vielleicht ist da auch nochmal wichtig zu erwähnen, wenn die Projekte starten. starten natürlich mit einer Fragestellung oder mit einer Herausforderung der Projektpartnerinnen. Aber es bleibt den Studierenden erstmal in dieser Phase frei und denen auch überlassen, sich nochmal das Problem aus einer Gestaltungsperspektive anzusehen. Das muss man sich ja erst mal auch erarbeiten. Wie kann man das also erst mal öffnen? Wie kann man das aus verschiedenen Perspektiven anschauen? Wie kann man das auch reframen und vielleicht noch mal reframen und noch mal reframen, sodass man dann an einen Punkt ankommt, man sagt, gut, jetzt wissen wir so ungefähr, was hier möglich ist, wo so die Einschränkungen sind, wo wir lieber nicht hingehen, wo wir lieber hingehen.

Jost: Mhm.

Emilia: Da ist der Designprozess immer ein Annäherungsprozess und immer ein Herausfinden. Und da geht es darum, Forschungsmethoden für dieses Herausfinden anzuwenden. Und das Gegenseitige, das Individuelle, aber auch das Kollektive begreifen an der Situation. Das ist Forschung auf der Ebene von den Das passiert also im Rahmen immer von einem 14-wöchigen Projekt. sind das vielleicht vier bis fünf Wochen, die man für diesen Prozess aufwenden Und natürlich wird das auch aber gestützt durch Kurse, die angeboten werden. Und da gibt es zum einen einen großen Kurs über Designdisziplin, wo auch zum Beispiel in den ersten beiden Semestern vorgestellt wird. Und dann gibt es aber noch mal in den höheren Semestern auch vorbereitend dann für die Bachelor-Thesis

Jost: Ja.

Emilia: ein Modul zur Forschung und Analyse.

Jost: Ja wir haben jetzt sehr vieles gehört, sehr viel spannenden Input gekriegt und können uns jetzt ein bisschen ein konkreteres Bild machen, wie dieser Studiengang aussieht. Jetzt aber noch eine letzte ganz persönliche Frage. Was wäre denn dein persönlicher Wunsch, wie sich dieser Studiengang weiterentwickelt?

Emilia: Also immer wenn es, wenn ich den Begriff Studiengang höre, zucke ich immer so bisschen zusammen, weil der Begriff des Studiengangs für also vom Bild her, immer so einen langen symbolisiert und dann gehen da die Menschen durch diesen Flur einmal Und das ist ja bei diesem Studiengang wirklich radikal anders. Vielleicht würde da

Jost: Mhm.

Emilia: Das Bild eines Ganges oder eines Flures passt dazu nicht. Ich sehe das tatsächlich eher als ein Lernnetzwerk. Und für mich wäre die Vision, dass es tatsächlich wie ein selbstorganisiertes Lernnetzwerk funktioniert. Also was ich da meine, ist vielleicht, das Wort Netzwerk immer noch sehr abstrakt und da passt vielleicht das Bild von so einem botanischen Garten ganz gut. Im botanischen Garten gibt es ja verschiedene Klimazonen und verschiedene Bereiche und da

Jost: Mhm.

Emilia: fungiert zu einer ganz eigenen Logik und ganz anderen Art von Die sind für sich erst mal geschlossen. Man kann da immer wieder rein und rausgehen und sie besuchen. Aber sie brauchen auch einen kleinen Abschluss in sich, damit dieses Leben dort möglich ist. Damit die Bedingungen sozusagen aufrechterhalten werden, die benötigt werden. Und so sehe ich das ein bisschen im Studiengang. Also die verschiedenen Komponenten, sowohl die Persönlichkeitsentwicklung in dem Modul develop, als auch dann die Praxiserfahrung im Modul Implement. Das sind ganz andere Kulturen, Tempos, Rhythmen. Das sind ganz andere Arten des Einanderbegegnens, Miteinanderarbeiten. Das sind ganz andere Sprachen, die da auch gesprochen werden. Und die muss man zum Teil gut trennen, dass sie einander befruchten können. Und dass es dort wirklich zu einem diversen spannenden Austausch kommt, dass man am Ende mit Kompetenzen tatsächlich rauskommt. Und das braucht aber eben auch Leute, die sich dann in diesen Bereichen wohlfühlen, die diese Bereiche bearbeiten und die auch immer wieder Leute anziehen in diese Das heißt, Beispiel auch für die da bin ich jetzt natürlich vor allem in einer kuratierenden Position, dass ich mit Projektpartnerorganisationen mit potenziellen Partnerinnen. versuche auszuloten, was geht sind eure Themen, wie können wir zusammenarbeiten. Und dass sich das aber über die Jahre hinweg so dass es zum eine Attraktion, dass der Studiengang wie ein Attraktor ist für diese Art von Projekten, Menschen und Fragestellungen. Und dass aber auch die Dozierenden und die Studierenden selber sich befähigt fühlen und auch diese Verantwortung fühlen. an die richtigen Orte und an die richtigen Organisationen Menschen Diskurse anzuknüpfen. Das ist ja sehr spannend bei dem Studiengang, dass der eben ein bisschen gerade die Möglichkeit hat, sich in verschiedenen Kontexten zu verankern. Da ist zum Beispiel total wichtig für mich, dass man auch vor allem in den Quartier die Hochschule herum sich gut verknüpft, verankert und mit Akteuren aus Bern und der Schweiz Weil Transformationsvorhaben ja natürlich über die 14 Wochen, auch über 14 Monate hinweggehen und manchmal im Kontext von 20, 50 Jahren stehen. von Anfang an anzudocken und eine gewisse Art von Kontinuität herzustellen, das ist ja immer eine Beziehungsfrage. Und für mich wäre es schön zu wissen, dass dieser Studiengang seine eigenen Beziehungen aufbaut und aufrecht erhält und sich selbst das anzieht, selbst spannende Herausforderungen, Problemfelder und Akteure heranzieht, ⁓ auch dieses Feld und Transformationsdesign weiter zu unterstützen.

Jost: Ja, ich finde das einen ganz tollen Ausblick und vielleicht auch einen schönen Abschluss jetzt für diese Folge. Ja, danke Emilia ganz doll für diesen schönen Können wir uns und können sich hoffentlich auch unsere Zuhörenden ein bisschen einen konkreteren Einblick Einfach noch eine ganz kurze Frage. für alle Interessierten Wann fängt das Bewerbungsverfahren an? Hat das schon Wie können sich die Leute bewerben?

Emilia: Ja, das Bewerbungsverfahren hat schon angefangen. Es hat zwei Phasen. Zum einen eine schriftliche Bewerbung. Die wird dann online eingereicht bis zum 2. März auf der Webseite des Studiengangs über die HKB zu finden. Und dann nach der Sichtung der Unterlagen wird es zum Assessment Tag kommen, der 30. März und am 1. April stattfindet und da werden dann Einladungen auf Basis der Sichtung der schriftlichen Bewerbungsunterlagen versendet. Man kann sich also bis zum 2. März online bewerben mit einem kurzen Portfolio, einem Motivationsschreiben.

Jost: Alles klar, dann alle Leute, das jetzt gepackt hat und die interessiert wir werden euch den Link und den Zugang zu diesen Bewerbungsverfahren noch in die Show Notes packen. Dann jetzt nochmal, wie gesagt Emilia, danke schön für diesen Einblick. Danke, dass du die Zeit genommen hast, uns hier ein bisschen Danke auch. euch liebe dass ihr wieder eingeschaltet habt. Ihr könnt gerne weitere Anregungen an diesen Podcast an uns weitergeben. Ihr könnt diesen Podcast gerne bewerten und ganz besonders gerne teilen, wenn es euch gefallen hat. ja, nochmal ganz herzlichen Dank an alle und bis zum nächsten Mal. Ciao.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.